Ich habe meinen Text „Über diese Webseite“ aktualisiert. War überfällig. Freue mich über Ergänzungen und Kommentare.

Was ist hilfreicher, fragen oder antworten?
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In einer Zeit, in der Informationen nur einen Mausklick entfernt sind und in der sich jeder seine Antworten „á la carte“ auswählen kann, ist es nicht immer einfach zwischen seriösen Inhalten und „Fakenews“ zu unterscheiden.

Nicht alles, was als seriös gilt, ist deswegen auch gut. Manches käut nur das gerade vorherrschende wissenschaftliche Paradigma wieder. Wenn etwas in der Wissenschaft „en vogue“ ist, so gibt es dafür ernstzunehmende Gründe. Aber nicht jeder, der den wissenschaftlichen Mainstream verteidigt, hat diese Gründe wirklich verstanden, geschweige denn hinterfragt. Doch nur wer dies tut, kann die Diskussion wirklich bereichern.

Und nicht alles, was als unseriös gilt, ist deswegen auch schlecht. Gewiss, vieles reizt das Zwerchfell oder gar den Magen. Aber nicht jeder, der für selbstverständlich gehaltene Denkvoraussetzungen anzweifelt oder sie – und sei es als Denkübung – einfach mal gegen den Strich bürstet, ist deswegen ein gleich ein Spinner. Im günstigsten Fall zeigt er sogar neue Perspektiven auf.

In einer Zeit sich verengender Meinungskorridore und erodierender Debattenkultur sind es daher nicht die schnellen Antworten, die uns weiterhelfen. Die sind, wie gesagt, immer nur ein paar Mausklicks entfernt und dann auch sehr schnell nachgebetet.

Wer wirklich wissen will, der muss erst einmal die richtigen Fragen stellen. Die Antworten ändern sich alle paar Jahrhunderte, aber die Fragen – und gerade die großen Fragen – bleiben meist die gleichen.