Morgendliche Nachtgedanken

Ein Gastbeitrag von Walter Eschbach

wohin 2 kBisher wurden die großen Fragen auf diesem Blog meist ausgehend von naturwissenschaftlichen Überlegungen betrachtet. Das soll auch weiterhin der Schwerpunkt bleiben (Ich arbeite z. Z. an einem weiteren Beitrag zur „Akte Multiversum“. Es wird aber weniger um Kosmologie als um die Frage Was kann ich wissen? gehen).

Von der „reinen“ Naturwissenschaft (falls es das gibt) ist es aber nur ein kleiner Schritt zum Szientismus, der seine Stringenz mit dem Ignorieren aller unangenehmen Fragen erkauft. Das meint auch Nicolás Gómez Dávila, wenn er – wie immer sehr zugespitzt – schreibt:

Warum sollen wir uns etwas vormachen? – Die Wissenschaft hat keine einzige wichtige Frage beantwortet.

Die Ratio braucht die Intuition, die Aufklärung braucht die Romantik. Und so brauchen die großen Fragen ihren Resonanzraum im Unergründlichen. – Das sollte jetzt, nach dem zweiten Glas Rosé, Hex vom Dasenstein, irgendwie geheimnisvoll klingen. Walter Eschbach kann das – hoffentlich – besser. Er eröffnete unsere neue Rubrik: Nachtgedanken.

 

Wohin?

Früh, doch der Morgen spendet kaum Kühle.

Erste Sonnenstrahlen zwischen Tannen.

Zu warm für einen Tagesanbruch.

Ein Wanderer in der Schwüle,

ein Land im Fieber,

eine Kaste im Wahn.

Oder doch umgekehrt?

Gleisendes Morgenlicht für schwitzende Wanderer,

unausgesprochene Gedanken für taube Zuhörer,

schwere Ahnungen für feiernde Völker,

dunkle Massen für lächelnde Könige.

Gesunde Knochen schreiten über verdorrendes Gras,

der Zukunft entgegen.

wohin 1 k

Fotos: Axel Stöcker
Advertisements

5 Kommentare zu “Morgendliche Nachtgedanken

  1. Das menschliche System ist korrupt, verlogen, brutal. Es missachtet und misshandelt bis zum Fundament hin die Freiheit, Wahrhaftigkeit und Gerechtigkeit. Es zensiert, bekämpft und vernichtet jede Spur der Menschlichkeit, der Liebe, der Grundregeln. Es kennt weder Moral, noch Skrupeln. Dessen ins Leben gerufene Elementarprinzip ist „Divide et impera“ und „Finis medis justificat“, um danach triumphierend, “ Finis coronat opus!“ aus vollem Halse akklamieren zu können. Das politisch- Finanzweltsystem fälscht Wahlen, Wissenschaft, menschliche Geschichte, juristische Prozeduren und Zeugen, Patente und Erfindungen, begräbt das Rechtsystem und die Rechtschaffenheit, die Freiheit und die Gleichheit aller menschlicher Mitglieder dieses Planets.
    Ja, in der Tat. Doch die Menschen selbst haben dies im Laufe der Jahrtausenden mehr oder weniger schweigsam hingenommen, schweigsam die Falschheit und Fälschlichkeit zahlreicher dubiöser Machenschaften aus ihren eigenen Reihen als normal angenommen. Sie als normal empfunden. Regierenden und Regierten gelten seit Menschengedenken als absolut fair, als gerechtfertigt, als selbstverständlich. Herrscher und Beherrschten.Warum dies? Weil sie, die Menschen dieser Erde, haben Generation nach Generation unter der Hypnose der selbst gewählten und ausgeführten Anführern, der Religionen, der Dogmen, der schulischen Traditionen und, von den Eltern her, an die Nachkommenden weitergegebenen eisernen Regeln aller Indoktrinationen beinahe als Heiligtum oder zumindest als Normalität weitergegeben. Zucht, Ordnung mit Härte, Gehörsam, Leiden, Bitten, Betteln und Antragstellung wurden seit Urzeiten als die Selbstverständlichkeit und Normalität schlechthin angenommen.Wenn das Fasche zur Realen und das Reale zum Falschen wird, ist die Not zuHause und das Umdenken zur Pflicht.
    Der jetzige, momentane Zustand der Menschheit, in dem Verschiedenheit der Religionen, Kulturen, Rassen und Nationen streng patriarchaler Herrschaftskulten, die entweder noch hoch gepriesen werden oder nur auf dem Papier abgeschafft wurden sind pure Relicquien des Primitivismus. Dies ist kein Zustand , sondern ein gravierender Umstand. Ja, die Mneschheit ist immer noch an der Schwelle des Selbstfindens, der Neustrukturierung, des Neuerfindens oder, besser gesagt, des SELBSTERKENNENS.Weil da, im sogenannten dritten Jahrtausend nach Jesus, was ist da grundsätzlich in der menschlichen Beziehungen und im Lebensstandart geändert worden? Hat sich die Menschheit nach mehr als zwei Jahrtausenden ver- und geändert? Wenn ja, inwiefern?????
    Ja, sie hat sich ganz klar!!
    Menschen brauchen keine Könige und Kaiser mehr, die über sie regieren, sie brauchen Premierminister und Präsidenten, sie vernichten sich gegenseitig nicht mehr mit Schwert und Speer, sondern ganz modern und zivilisiert mit Panzern, Raketen, Bomben, chemisch-biologisch-atomaren- und Wettermanipulationswaffen, individuell mit Giftspritze, Maschinengewehren, Pistolen oder den elektrischen Stuhl. Sie ändern die Grenzen anderer Nationen, eigener Mitmenschen, mittels Verträge, die internationale Abkommen genannt werden. Sie essen Molekulargerichte und genetisch veränderten Lebensmitteln, atmen verpestete Luft von Abgasen und Chemtrailsausstösse via Flugzeuge und die mehr oder weniger manipulierten Wahlen, die nur den Regierungen guttun, werden per Gesetz als Recht auf Selbstbestimmung anerkannt. Nun werden das Recht auf Schulunterricht per Gesetz als Pflicht und jede Pflicht wird dem modernen Bürger als Recht ins Gesicht groß gezeigt. Ja, die Medizin macht vieles für die Bürger aller Länder, besonders die Pharma- und Rüstungsindustrie. Und ja, die Finanzen geben allen das Recht auf Finanzierung, Kreditierung durch die Banken mittels Verzinsung als Prozedur seit dem frühen Mittelalter und als Staatsfinanzierung, die, im Endeffekt, natürlich die Auflösung aller materieller Sorgen aller Bürgern und Bürgerinnen, ja aller Nationen bedeuten. Was spielt ja für eine Rolle, wenn dabei nur 1% der Weltbevölkerung 99% der Weltfinanzen besitzt und, implizite, dass die 99% der Weltbevölkerung um 1% der Weltfinanzen konkurrieren und sich ja bekämpfen?!… Der Stärkere überlebt bekanntlich. Nun, der Zweck heiligt die Mittel- sagt der Mensch- also „Finis medis justificat“, wie die alten Römer und nun fast alle Geheimorganisationen seit Nero behaupten. Und, außerdem, hat ja nicht auch der große Nietsche gesagt, dass „was mich nicht umbringt, mich stärker macht“???
    Die Menschheit steht am Rande des eigenen Abgrundes. Sie hängt regelrecht mit dem ganzen Körper darüber, über den Abgrund, an der verfetzten Kleidung im Nacken dran hängend.Sie schaut links, rechts, vorne und sogar zurück- aber all die Richtungen weisen ihr nicht den Weg in die wahrhaftige Evolution, hoch, auf den sicheren Boden, ja zum ersehnten und erträumten Werdengipfel des Homo cosmicus, hin. Der Mensch ist, bis dato und de facto, anstatt Homo sapiens sapiens und Homo cosmiscus nur „Homo Comicus“. Er leidet und lacht, aber stagniert und signiert die eigenen Fehlern als Triumphzüge eigener Entwicklung.
    Der Mensch lernt nicht wirklich aus den eigenen Fehlern und Misverständnissen. Er wiederholt sie ständig, nur ein anders. Moderner. Zivilisierter. Spursicherer.Interessanter.Rasanter.Gegen die zeit, Sogar gegen sich selbst.
    Doch wenn er überleben und mit dem Planeten, nicht gegen ihn leben will, muss er sich mit dem Planeten entwickeln. Und zwar rasch. Denken, fühlen, handeln.
    Wissenschaft statt Philosophie und Religion und Erkenntnis statt Gesetzberg und Theorie.
    Es klingt nach:

    SICH ERKENNEN.

    Ob der Mensch das wirklich will??

    Gefällt mir

  2. Am Morgen sind die Nachtgedanken lesbische Phantasmen,
    die müde und ergraut sich rächend zurückziehen,
    sie zeichnen vor den täglichen Gedankenweg als Spasmen
    und lassen Philosophen kalt erstarren oder sie erziehen.

    Am Morgen sind die Nachgedanken nur untreue Freunde,
    die bleierne und frostige Fussspuren hinterlassen;
    sie geben an, Geheimnisse zu lüften in der Freude,
    die Denker zu erfrischen- aber sie verblassen.

    Am Morgen sind die Nachtgedanken alte Kumpel,
    doch selten nur ergeben sie den Lebenssinn,
    sie geistern nur herum und weisen sich als Rumpel,
    und lassen all das neue Denken stets im alten Unsinn.

    Gefällt mir

  3. Denken ist nie schwer- doch Masse ist bei weitem keine Qualität.
    Nicht- Denken ist wohl schwer- und da wird Konzentration auch Quantität.
    Das Denken springt herum beim Menschen wie das junge Böcklein,
    Wie auch all die Gefühle- und da geht selbst der Mensch sich auf den Leim.

    Der Mensch denkt oft durch die Gefühle, doch allzuwenig fühlt er die Gedanken.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s