Rasterfahndung per Kernspintomograph?

Ein Interview mit dem Autor Dr. Murat Karul über die neurophysiologischen Grundlagen des freien Willens

Willensfreiheit_Cover_1Wer sich mit der Frage des freien Willens aus naturwissenschaftlicher Sicht befasst, stößt unweigerlich auf den Namen Benjamin Libet. Der US-amerikanische Physiologe führte Anfang der 1980er Jahre ein Experiment durch, das den freien Willen als Illusion entlarvt – so zumindest die Meinung zahlreicher Kommentatoren aus Wissenschaft und Medien (siehe z. B. hier und hier). Nun sind inzwischen ein paar Jährchen vergangen und die Forschung ist mit Nichten stehen geblieben. Seither und auch schon davor wurden weitere Experimente durchgeführt, die ein komplexes Bild des – vermeintlich oder tatsächlich – freien Willens zeichnen. Die wenigsten dieser Experimente werden jedoch berücksichtigt, wenn zum Beispiel öffentlichkeitswirksam Konsequenzen für das Strafrecht aufgrund neurobiologischer Erkenntnisse zum freien Willen gefordert werden. Das neue Buch von Dr. Murat Karul könnte hier Abhilfe schaffen. Weiterlesen

Die Lautlose

Anna Torus, Bloggerin

Torus

Nicht nur für Mathematiker, sondern auch für Philosophinnen inspirierend: der Torus

Truth doesn’t make a noise – Wahrheit macht keinen Lärm. Das könnte ein zentrales Problem sein, das uns in dieser aufgeheizten Zeit der „Postfakten“ und der „Lügenpresse“ immer wieder auf die Füße fällt: Was keinen Lärm macht, macht keine Auflage und keine Klickzahlen – jedenfalls nicht auf die Schnelle. Kann man da in Zeitungen und auf kommerziellen Webseiten überhaupt die reine Wahrheit erwarten? Weiterlesen

Tommi dreht auf! oder: Sind wir nicht alle ein bisschen Burka?

DeMaiziera

„Wir sind nicht Burka!“: Der Innenminister der Kanzlerin prescht vor

Es ist Wahlkampf! Tommi de Maizière, eines der gefährlicheren Schoßhündchen von Angela M., hat sich aus dem Fenster gelehnt und zehn steile Thesen zum Thema Leitkultur formuliert. An sich war das unnötig, denn seine Chefin hat unlängst schon Letztgültiges zu diesem Thema von sich gegeben. Wir erinnern uns: Weiterlesen

Ein göttlicher Bluff

Das Zitat im April
Zitat_Euler5

Das Zitat im April – Leonhard Euler (Foto: screenshot YouTube)

Heute vor 310 Jahren wurde der Mathematiker Leonhard Euler geboren. Ein Streitgespräch über die Existenz Gottes mit dem französischen Gelehrten Denis Diderot soll er durch diesen Satz erfolgreich beendet haben. Haben Mathematiker einen besonderen Zugang zu Gott? Weiterlesen

Götter und Teekannen

Ein Beitrag zur Diskussion um die Beweislast in der Gottesfrage

Gott_Teekanne

Gott und unsichtbare Teekanne (zur besseren Kenntlichkeit beide sichtbar dargestellt)

Mein letzter Beitrag über vermeintliche Wahrscheinlichkeitsberechnungen von Atheisten zur Existenz Gottes hat, gemessen an der bisherigen Resonanz auf diesen noch relativ jungen Blog, ziemliche Wellen in den sozialen Netzwerken geschlagen. Stellvertretend für viele, hier einer der schillerndsten Kommentare: Weiterlesen

Wie wahrscheinlich ist Gott?

Die pseudowissenschaftlichen Argumente von Atheisten

Buskampagne1

Probabilistische Nebelkerze: atheistische Buskampagne (2009)

Die sprachlich einfachen Fragen sind oft die schwierigsten und zugleich die bedeutendsten. Zum Beispiel: Existiert Gott? Die Größe der Bedeutung dieser Frage wird allenfalls noch durch ihr Maß an Unschärfe übertroffen, denn weder ist klar, wer oder was „Gott“ sein soll noch, was in seinem Zusammenhang mit dem Begriff „Existenz“ gemeint sein könnte.

So ist es kein Wunder, dass die Feststellung, weder die Existenz noch die Nichtexistenz Gottes sei beweisbar, inzwischen zu einer Binsenweisheit geworden ist und verschiedene Gruppen unterschiedlichen Gottesvorstellungen huldigen.

In jüngerer Zeit organisiert sich in diesen Zusammenhang eine weitere Gruppe: die Atheisten. Weiterlesen

Der Endzeitexperte

Matthias Kaup, Historiker und Philologematthias

Irgendwann geht alles zu Ende! Was den Planeten Erde angeht, herrscht in diesem Punkt Einigkeit in der Naturwissenschaft: In rund sechs Milliarden Jahren wird sich die Sonne zu einem roten Riesen aufblähen und unseren Planeten verschlucken. Falls es der Menschheit also nicht schon früher gelingt, ihrem eigenen Treiben ein Ende zu setzen, ist es spätestens dann vorbei.

Wenn man so will, hat also auch die Naturwissenschaft ihre Lehre von den letzten Dingen, ihre Eschatologie – nicht sehr inspirierend und hoffnungsgebend, aber dafür liegt das Ende noch sehr weit in der Zukunft. Weiterlesen