Aphorismen II

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Man denke nur an Lord Kelvin, den Erfinder der nach ihm benannten Temperaturskala und Präsident der britischen Royal Society der Wissenschaften, der sich im Jahre 1900 in einer Rede zu folgendem Satz hinreißen ließ: Weiterlesen

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Die Quantentheorie und der Kampf um die Seele der Physik

Ein Gastbeitrag von Christian Bührig

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Teilnehmer der Solvaykonferenz 1927 – Die „Quantenkritiker“: Einstein (1. Reihe, Mitte), Schödinger (3. Reihe, Mitte); die „Quantenfreaks“: Bohr (2. Reihe, ganz rechts), Heisenberg und Pauli (3. Reihe, 3. u. 4. v. rechts)

A. Einleitung von Axel Stöcker

Von allen naturwissenschaftlichen Theorien ist die Quantentheorie jene, die am besten empirisch bestätigt wurde. Und sie ist wohl auch die Theorie, die am meisten technisch angewendet wird. Von der Neonröhre bis zum Computer, von der Quantenkryptographie bis zur Photovoltaik, alles beruht auf Quanten.

Doch so souverän man die Theorie in der Praxis auch beherrscht, so unsicher ist man sich nach wie vor in der Frage, wie ihre theoretischen Grundlagen eigentlich zu interpretieren sind. Zugespitzt formuliert gleicht die Quantentheorie einer großen Black Box, die perfekte Ergebnisse liefert, aber deren Inneres ein großes Rätsel darstellt. Was bedeuten all die Wellenfunktionen, Matrizen und Operatoren eigentlich? Repräsentieren sie physikalische Realitäten, oder sind es lediglich raffinierte mathematische Simulationen?

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Relativitätstheorie (2) – Die Verschmelzung von Raum und Zeit

Ein Gastbeitrag von Helmut Pfeifer

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Zeitdilatation und Längenkontraktion sind zwei Konsequenzen aus Einsteins spezieller Relativitätstheorie

Im ersten Teil seiner Serie stellte Helmut Pfeifer jene Entdeckungen von Einsteins Vorgängern und Zeitgenossen dar, die die Relativitätstheorie erst möglich machten. Nun geht es ans Eingemachte. Wie entwickelte der bekannteste deutsche Physiker seine spezielle Relativitätstheorie? Und wie entstand seine berühmte Formel E=mc2 ? Weiterlesen

Jenseits der Schönheit

Das Zitat im Dezember

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Das Zitat im Dezember – Michael Klonovsky (Foto: Screenshot Youtube)

Advent – eigentlich eine Zeit der Besinnlichkeit, in der sich Christen auf die Ankunft (lateinisch adventus) des Herrn vorbereiten. Es geht um nichts Geringeres als die Inkarnation des Transzendenten in der materiellen Welt – wahrlich eine Zeit also, um sich Gedanken zu den großen Fragen zu machen. Leider sind die Begleitumstände dafür heutzutage meist alles andere als ideal und statt Kontemplation herrscht allzu oft Hektik. Und doch versucht selbst der Spiegel sich die vorhandene Restbesinnlichkeit zu Nutze zu machen und titelt zur Jahreswende schon mal: „Ist Gott ein Irrtum?“. Eine Frage, deren unreflektierte Bejahung zu anderen Zeiten des Jahres beim Hamburger Leitmedium eher als Merkmal für kritischen Journalismus zu gelten scheint – aber das kennt man inzwischen ja auch von anderen Themen.

Natürlich ist das bei uns ganz anders, Weiterlesen