Robert Harsieber, philosophischer Praktiker und Publizist

Robert Harsieber

Wer hat das richtige Weltbild? Sind es die Naturalisten, die glauben, dass sich alles Seiende von Mutter Natur ableitet? Sind es die Szientisten, die an das glauben, was „die Wissenschaft“ als richtig zu erkannt haben glaubt? Oder sind es die Dualisten, die zu wissen meinen, dass das Universum von den beiden Prizipien Materie und Geist durchzogen ist? Oder ist es einer der anderen zahllosen -ismen, die man so findet?

Und das sind nur die philosophischen Fragen. Vom Alltag war noch gar nicht die Rede. Wer durch’s Leben kommen will, braucht sein eigenes Welt-und Menschenbild und könnte sich dafür in der philosophischen Praxis von Robert Harsieber Rat holen, wenn er welchen braucht.

Der Philosoph publiziert auch in verschienen Medien und Blogs und schafft es immer wieder, Brücken zwischen so unterschiedlichen Gebieten wie der Quantenphysik und der menschlichen Psyche zu schlagen. Siehe auch sein Gastbeitrag auf diesem Blog.

Ich habe ihm die „großen Fragen“ gestellt.

Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

Für die Liebe.

Welche Themen interessieren Sie am meisten?

Physik, Psychologie, Philosophie, Yoga, Daoismus, Bewusstsein, Leiden, das Böse, Traumata, Entwicklung, Dynamik, Individuation

Welcher Wissenschaftler fasziniert Sie besonders?

Wolfgang Pauli, weil er der einzige damals war, der nicht nur Physik und Philosophie draufhatte – das hatten damals viele – sondern auch Psychologie.

Und welcher Philosoph?

Gottfried Wilhelm Leibniz

Welche drei Bücher würden Sie den Lesern des Blogs der großen Fragen empfehlen?

  • C.A. Meier: Wolfgang Pauli und C.G. Jung, Ein Briefwechsel 1932 – 1958
  • Herbert Pietschmann: Phänomenologie der Naturwissenschaft: Wissenschaftliche und philosophische Probleme der Physik
  • Hans Heinz Holz: Leibniz. Das Lebenswerk eines Universalgelehrten

Welche Musik mögen Sie?

Beethoven, Mahler, Liszt – aber so ziemlich von überall etwas.

Auf welchem Gebiet herrscht heutzutage die größte Unwissenheit?

Über den Menschen und über Dynamik. Wir haben leider ein total statisches Weltbild.

Was macht eine Frage bedeutend?

Wenn sie das Selbstverständliche infrage stellt.

Eine Fee verspricht Ihnen die Antwort auf eine beliebige Frage. Was fragen Sie?

Ich habe keine beliebigen Fragen.

Wo sehen Sie Grenzen menschlicher Erkenntnis?

Individuell verschieden. Und Grenzen sind dazu da, um überschritten zu werden. Grenzen haben nun mal zwei Seiten, sonst wären es nicht Grenzen, sondern Enden.

Jemand erklärt Ihnen, die Frage nach Gott sei belanglos. Was antworten Sie?

Der Mensch reicht in das Göttliche hinein. Ohne die Frage nach dem Menschen ist die Frage nach Gott wirklich belanglos.

Welche Bedeutung hat der Tod für Sie?

Der Übergang in eine andere Seinsweise, für die man aber nicht unbedingt sterben muss.