Locker bleiben – „locker room talk“ und andere Peinlichkeiten

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Beinah-Präsidentschaftskandidatin Margot Käßmann und US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump

Große Frage: Was wäre peinlicher? Donald Trump als nächster US-Präsident oder Margot Käßmann als nächste Bundespräsidentin?

Gleich vorweg: wir werden die Frage hier nicht beantworten können. Zwar versuchen wir auf diesem Blog Sinnvolles über Fragen zur Willensfreiheit des Menschen oder zur Krise der Physik abzulassen, aber Politik ist dann doch eine Nummer zu groß für uns. Zu kontradiktorisch verlaufen hier die Argumentationslinien. Wir können also lediglich ein paar Postfakten zum Thema beisteuern.

Zunächst also Käßmann (die zwar inzwischen abgesagt hat, aber anscheinend die Geheimfavoritin eines gewissen Sigmar Gabriel war): Politisch zwar unbeschlagen, aber trotzdem mit klarem Blick für das politisch Machbare gesegnet (kommt wohl nicht von ungefähr) fiel sie schon vor Jahren durch konstruktive Vorschläge in der Afghanistankrise auf: Man solle „besser mit den Taliban beten, als sie bombardieren“. Vielleicht hatte aber auch Matthias Mathussek recht, der schrieb, die Bischöfin habe damit gegen die moderne Auslegung des 8. Gebots verstoßen, die da laute: „Du sollst keinen scheinheiligen Stuss erzählen“. Ob sie dieses Manko durch ihre Trinkfestigkeit ausgleichen kann? Zwar hätte sie als Bundespräsidentin ohnehin einen Chauffeur, aber 1,54 Promille am Steuer ist schon respektabel! Eigentlich ein typisches Männervergehen. Womit wir bei Trump und den Männern wären.

Da kann man jetzt in punkto Peinlichkeiten aus dem Vollen schöpfen. Ok, die Frisurwitze sind alle schon gemacht worden. Trotzdem bleibt einem die Qual der Wahl. Ich persönlich glaube ja inzwischen, dass er gar nicht mehr Präsident werden will. Wie sonst wäre es zu erklären, dass er seine Anhänger erst drei Wochen nach der Wahl an die Urnen schicken will? Wahrscheinlich behält er sich auch deshalb die Anerkennung der Wahl vor, denn in Wirklichkeit will er sie anzweifeln, falls er gewählt wir. Hinterher sagt er dann April, April und zieht in eine WG mit Ariane Zucker – so ähnlich wie Nigel Farage nach dem Brexit. Bedenklich ist allerdings, dass er offenbar nicht verstanden hat, dass das Anzweifeln einer Wahl einen Angriff auf die Demokratie darstellt. Zugegeben, der Zusammenhang „Wahl – Demokratie“ ist extrem hintergründig und komplex, aber ein Präsidentschaftskandidat sollte so was stemmen…

Vielleicht würde ich also auch für Clinton stimmen, schon ihres natürlichen Lächelns wegen. Auch wenn man zugeben muss, dass sich die Liste der US-Präsidenten dann etwas merkwürdig liest: Bush, Clinton, Bush, Obama, …. Clinton? Da würde dann ja nur Obama etwas Farbe ins Spiel bringen (pc on). Vielleicht kommen sich deshalb mache US-Bürger veräppelt vor und wählen lieber jemanden mit der Reife eines Pennälers. Die hat Trump ja immerhin schon, wie man an den Mitschnitten diverser locker room talks ablesen konnte (für alle die des Englischen nicht mächtig sind: locker room talk bedeutet frei übersetzt lockeres Gespräch über Frauenzimmer (lol)). Zum Beispiel hier: „Ich nehme noch ein TicTac, falls ich sie küssen muss“ und „Als Star kannst du dir alles leisten, du kannst ihnen zwischen die Beine greifen„. Also TicTac geht natürlich gar nicht, das ist klar (auch wenn man dabei niemanden überfahren kann). Aber mal im Ernst: Zur Ehrenrettung meiner Geschlechtsgenossen behaupte ich, dass die Mehrheit der Männer das mit den Beinen auch im Privatgespräch nicht sagen würden. Was in Männergesprächen stattdessen geredet wird, ist natürlich auch eine große Frage, doch darüber breiten wir den Mantel des Schweigens. Wir sind ein seriöser Blog – zumindest bemühen wir uns. Und beim nächsten mal geht es wieder um parallele Universen.

Fotos: Screeshots Youtube
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