Ich habe meinen Text „Über diese Webseite“ aktualisiert. War überfällig. Freue mich über Ergänzungen und Kommentare.

Was ist hilfreicher, fragen oder antworten?
Foto: pixabay.com

In einer Zeit, in der Informationen nur einen Mausklick entfernt sind und in der sich jeder seine Antworten „á la carte“ auswählen kann, ist es nicht immer einfach zwischen seriösen Inhalten und „Fakenews“ zu unterscheiden.

Nicht alles, was als seriös gilt, ist deswegen auch gut. Manches käut nur das gerade vorherrschende wissenschaftliche Paradigma wieder. Wenn etwas in der Wissenschaft „en vogue“ ist, so gibt es dafür ernstzunehmende Gründe. Aber nicht jeder, der den wissenschaftlichen Mainstream verteidigt, hat diese Gründe wirklich verstanden, geschweige denn hinterfragt. Doch nur wer dies tut, kann die Diskussion wirklich bereichern.

Und nicht alles, was als unseriös gilt, ist deswegen auch schlecht. Gewiss, vieles reizt das Zwerchfell oder gar den Magen. Aber nicht jeder, der für selbstverständlich gehaltene Denkvoraussetzungen anzweifelt oder sie – und sei es als Denkübung – einfach mal gegen den Strich bürstet, ist deswegen ein gleich ein Spinner. Im günstigsten Fall zeigt er sogar neue Perspektiven auf.

In einer Zeit sich verengender Meinungskorridore und erodierender Debattenkultur sind es daher nicht die schnellen Antworten, die uns weiterhelfen. Die sind, wie gesagt, immer nur ein paar Mausklicks entfernt und dann auch sehr schnell nachgebetet.

Wer wirklich wissen will, der muss erst einmal die richtigen Fragen stellen. Die Antworten ändern sich alle paar Jahrhunderte, aber die Fragen – und gerade die großen Fragen – bleiben meist die gleichen.

Posted by:Axel Stöcker

Axel Stöcker bloggt seit 2016 über die "großen Fragen". Seine Gedanken zum Problemkreis „Bewusstsein und freier Wille“ – einem Schwerpunktthema des Blogs – hat der „Skeptiker mit Hang zur Romantik“ im Roman "Die Hirnkurve der Liebe" verarbeitet, der sich zur Zeit in der Veröffentlichungsphase befindet.

5 Antworten auf „Fragen sind beständiger als Antworten

  1. Liebe Grüße von einem Spinner, welcher gern neue Perspektiven aufgezeigt hätte.

    (Was ist Materie?, Quantentheorie, Vereinheitlichende Feldtheorie, Schrödinger, Einstein, Popper, so eine Spinnerei eben, alte Denktraditionen als die besseren Konzepte zu würdigen…)

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  2. Die ganz großen Fragen sind ja geradezu ewig – aber es gibt noch eine andere Wendung: Erst das richtige Fragen führt zu Antworten, die uns weiter bringen und damit zu weiteren Fragen. Insofern ist es auch DAS FRAGEN, welches beständiger ist als das Antworten.

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  3. Wenn die Fragen der Menschheit mit der Zeit sich vermehren, so ist das ein Zeichen, dass die Antworten zu den ersten und fundamentalen Fragen immer noch im Trüben liegen und längst hätten gefunden werden müssen.
    Doch hierzu stellt sich auch die Frage: welche ist die Urfrage eines jedes Menschen?
    Und dazu: wie korrekt kann ein Verstand- sei es auch hochgebildet, d.h. mit vielen Doktrinen und Dogmen, Theorien, Meinungen, Zahlen gefüttert und überlastet- die Antwort auf die Urfrage und/ oder anderen Fragen geben?

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