Schrödinger im Advent – Manfred Rumpl über den weltberühmten Physiker

Passen Erwin Schrödinger und die Quantentheorie in die Adventszeit? Eigentlich erst einmal nicht. Schrödingers Katze, die bekanntlich mit einer Giftampulle und einer Probe radioaktiven Materials in eine Kiste gesperrt wird, taugt kaum als Weihnachtsmaskottchen.

Aber auf den zweiten Blick vielleicht doch. Im Advent bereitet man sich auf die Ankunft (so die wörtliche Bedeutung) des Herrn vor und richtet seinen Blick daher (so einem die Weihnachteinkäufe Zeit dazu lassen) weg vom Alltäglichen, hin zum Transzendenten, man vollzieht einen Perspektivwechsel. Der war auch in der Quantenphysik zur Zeit Schrödingers notwendig. Man musste vom Beobachtbaren zum Denkbaren, vom Materiellen zum Mathematischen und vom Vorherbestimmten zum Ungewissen übergehen. Schrödinger war dabei alles andere als ein „Nerd“, der sich hinter seiner komplizierten, nach ihm benannten Gleichung, verschanzte, sondern stand mit beiden Beinen in einem in vieler Hinsicht spektakulären Leben.

All das lässt sich allgemeinverständlich, unterhaltsam und doch mit einer gewissen Tiefe in der Romanbiographie von Schrödinger „Reisende in Sachen Relativität“ nachlesen. Wir haben mit Autor und Aspekte-Preisträger Manfred Rumpl auf unserm Kanal ZOOMPOSIUM darüber gesprochen. Wir, das sind in diesem Fall wieder Dirk Boucsein und ich verstärkt durch unseren Schrödinger- und Quantenexperten Christian Bürig vom Blog Akademie Olympia.

Von Schrödinger stammt übrigens auch das Zitat:

Ein rein verstandesmäßiges Weltbild ganz ohne Mystik ist ein Unding.

Wenn das mal nicht in die Adventszeit passt!

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Axel Stöcker

Axel Stöcker studierte Mathematik und Chemie. Seit 2016 bloggt er zu den „großen Fragen“ der Wissenschaft und des Lebens im Allgemeinen und war damit schon mehrfach für den Wissen-schaftsblog des Jahres nominiert (https://die-grossen-fragen.com/). Einen Schwerpunkt bilden dabei die Themen Bewusstsein und freier Wille. Dazu interviewt er auf dem YouTube-Kanal „Zoomposium“ zusammen mit Dirk Boucsein bekannte Hirnforscher wie Wolf Singer oder Gerhard Roth. Seine Gedanken zu diesem Thema hat der „Skeptiker mit Hang zur Romantik“ nun in dem Roman „Balduins Welträtsel“ verarbeitet.

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