Hawkings Bluff (2) – Von Einhörnern und parallelen Welten

Teil 2: Warum es keine Creatio ex theoria gibt

Phantastische Ideen: Multiversum und Einhorn

(Den 1. Teil des Beitrags findet man hier.)

Eine „Theorie von Allem“, eine „Weltformel“, das wär’s doch. Glaubt man Stephen Hawking und anderen, so gibt es dafür einen vielversprechenden Kandidaten, die M-Theorie. Wofür das M dabei steht, ist nicht so ganz klar. Es könnte aber, wie eher scherzhaft eingeräumt wird, für magisch, geheimnisvoll (engl.: mystery) oder Mutter stehen[i]. Letzteres würde bedeuten, dass es sich dabei um die Mutter aller Theorien handelte, was insofern ganz passend wäre, als es sich bei der M-Theorie um keine einheitliche Theorie, sondern um eine Familie aus verschiedenen Stringtheorien handelt.

Der Ausdruck „Theorie von Allem“ ist allerdings etwas irreführend, denn Sie könnten mit Hilfe dieser Theorie, so es sie gäbe, beispielsweise nicht die Lottozahlen vom nächsten Samstag berechnen oder den künftigen Verlauf der biologischen Evolution vorhersagen. Aber man könnte alle bekannten Naturkräfte einheitlich beschreiben. Und das wäre ja schon mal was.

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New Age in der Physik (II)

Teil 2: Mit Bayes ins Nirwana

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Spektrum Highlights 1/2017

Der Quantenphysiker Wolfgang Pauli wurde für seine scharfe Zunge ebenso geschätzt wie gefürchtet. Werner Heisenberg goutierte ihn als kompetenten Kritiker und pflegte zu sagen: Wenn’s der Pauli nicht verreißt, kann ich’s veröffentlichen. Fand er einen Aufsatz schlecht, nahm Pauli kein Blatt vor den Mund. Und wenn ihm etwas völlig unbrauchbar schien, griff er zu einer besonders „liebevollen“ Formulierung. Er pflegte dann zu sagen, das sei „ja noch nicht einmal falsch“. Weiterlesen