Warum die Physik die Psyche nicht erklären kann

Ein Gastbeitrag von Robert Harsieber

W. Pauli (oben) und C. G. Jung suchten in ihren Gesprächen unter anderem nach einer gemeinsamen Sprache für Physik und Psychologie (Fotos: Youtube-screenshots)

Welche Lektüren rollen Ihnen die Zehennägel hoch? Ganz vorne dabei sind für mich jene, in denen esoterische Ableitungen aus naturwissenschaftlichem Halbwissen gezogen werden. Dabei sind die Schlussfolgerungen in der Regel umso gewagter, je komplexer die missbrauchte Theorie und je oberflächlicher das Wissen über selbige ist. Beliebt sind besonders die Relativitätstheorie (Alles ist relativ – hat Einstein gesagt!) und die Quantentheorie (Sie ermöglicht die Materialisierung persönlicher Wünsche, wie man dem Weltbestseller „The Secret“ entnehmen kann, was zumindest für die finanziellen Wünsche des Autors jenes Werks kaum bestritten werden kann).

Und dennoch kann gerade bei der Quantentheorie kein Zweifel darüber bestehen, dass sie neben einer hervorragend funktionierenden naturwissenschaftlichen Theorie eben auch eine ist, die philosophische Fragen aufwirft, die bis heute nicht befriedigend geklärt sind. Hinzu kommt, dass einige der Väter der Quantentheorie mit Ideen und Personen sympathisierten, die heutzutage – ob zu Recht oder zu Unrecht, sei dahingestellt – mit dem ebenso unscharfen wie anrüchigen Adjektiv „esoterisch“ belegt werden.

Zu nennen wären hier zum Beispiel der Nobelpreisträger (1922) Niels Bohr, Vater der Quantentheorie, der ein Yin-Yang-Symbol in sein Familienwappen einfügte. Und natürlich Wolfgang Pauli, ebenfalls Nobelpreisträger (1945), der bei dem weltberühmten Psychologen Carl Gustav Jung in Behandlung war und sich mit diesem anfreundete.

Die beiden faszinierenden Persönlichkeiten redeten abendelang über Koinzidenzen, wofür der berühmt-berüchtigte Pauli-Effekt zahlreiche Beispiele lieferte, die Zahl 137 und das Verhältnis zwischen Physik und Psychologie. Letzteres eine hochaktuelle Diskussion, denn die Frage, ob sich Phänomene wir Psyche/Bewusstsein/Qualia rein physikalisch erklären lassen, ist heute so unbeantwortet, wie vor siebzig Jahren.

Es ist also nicht alles, was sich im ersten Moment vielleicht „esoterisch“ anhört, deshalb gleich unbrauchbar. Ganz im Gegenteil. Manchmal deuten solche Überlegungen einfach auf ungeklärte Fragen hin und legen den Finger in offene Wunden, was manchen Naturwissenschaftler reflexartig zur „Eso-Keule“ greifen lässt.

Die Frage, ob die naturwissenschaftliche Sprache grundsätzlich ungeeignet sein könnte, psychische Phänomene zu erklären, ist eine solche. Auch sie wurde schon zwischen Jung und Pauli diskutiert. Lesen Sie hierzu den folgenden Beitrag von Robert Harsieber.

Eine neue Sprache?

Im Briefwechsel zwischen C.G. Jung und Wolfgang Pauli ging es vor allem um die Komplementarität von Physik und Psychologie, von Materie und Psyche – sozusagen um die Außen- und Innenseite ein und derselben Wirklichkeit. Die von Jung als „psychoid“, also nicht wirklich psychisch bezeichneten Archetypen scheinen sich in der Psyche wie auch in der Physik auszuwirken. Wolfgang Pauli sprach von einer „neutralen Sprache“ die auf beide Gebiete anzuwenden wäre.

Wie könnte eine solche neutrale oder gemeinsame Sprache aussehen?

Die Quantenphysik erfordert bereits eine neue Sprache, die Begriffe der klassischen Logik gelten nur mehr eingeschränkt und nicht im Mikrokosmos. Das war in der Geschichte der Physik ein längerer Lernprozess und teilweise ein denkerischer Gewaltakt. „Materie gibt es nicht“ sagte Hans-Peter Dürr in seinen Vorträgen. Er meinte damit, dass Materie nicht das ist, was wir uns bis dahin darunter vorgestellt haben. Es gibt keine „kleinsten Bausteine“, die die Physiker gegen Ende des 19. Jahrhunderts zu finden glaubten. Das wirklich Elementare ist kein Teilchen. Dürr konkretisiert: Im Mikrokosmos gibt es keine Teilchen, „sondern nur Beziehung, aber nicht Beziehung von etwas, sondern nur Beziehung“.

Subjekt und Objekt als Abstraktion

Das ist natürlich unanschaulich wie alles in der Quantenphysik und überfordert unsere Auffassungsgabe. Vor allem aber deswegen, weil unsere Sprache an der Mesowelt gewachsen ist, in der es – grob gesprochen – Dinge und Objekte gibt. Daher haben unsere Sätze Subjekt und Objekt. Diese Sprache ist nicht dafür geschaffen, mit einer Welt zurecht zu kommen, in der es so etwas wie isolierte Subjekte und Objekte nicht gibt.

Die Naturwissenschaft von Galilei, Descartes und Newton ist angetreten, die Welt zu erforschen und das Subjektive dabei völlig herauszuhalten. Das war zunächst ein Siegeszug sondergleichen. Bis sich in der Quantenphysik herausstellte, dass ein gewisses subjektives Moment – nämlich die Art des Experiments, mit dem sich dann ein Quantenphänomen entweder als Teilchen oder als Welle zeigt – gar nicht aus der Wissenschaft herauszuhalten ist. Man kann die Mikrowelt nicht beschreiben, ohne die Versuchsanordnung in die Beschreibung mit einzubeziehen. Es gibt keine vom Beobachter unabhängige Außenwelt, und es gibt auch kein isoliertes, kontextunabhängiges Subjekt.

Ein Quantenphänomen zeigt sich entweder als Teilchen oder als Welle, es ist aber ein Phänomen, das weder Teilchen noch Welle ist, sondern etwas anderes. Der Begriff „Feld“ scheint es noch am besten zu beschreiben, weil damit sowohl die unendliche Ausgedehntheit, als auch die lokale Konzentration – ohne angebbare Grenze – ausgedrückt werden kann, und das sogar in einem Bild.

Vom „Wissen“ zur „Wolke von Bedeutung“

Und dann darf man sich fragen, ob wir nicht auch unsere „klassische“ Lebenswelt ganz anders sehen müssten. Auch die Objekte unserer Lebenswelt sind, wenn man genau hinschaut, keine abgegrenzten Teilchen, sie hören nicht an der Oberfläche auf – auch der Mensch nicht – sondern gehen mehr oder weniger kontinuierlich in die Umgebung über, ohne die sie nichts sind. Sind Subjekt und Objekt nicht Abstraktionen, die nur eine sehr grobe Näherung an die Wirklichkeit ermöglichen? Brauchen wir nicht eine andere Sprache, wenn wir mehr erfahren wollen?

In der Innenwelt der Psyche – und nur in dieser erfahren wir auch unsere Außenwelt – gibt es keine Teilchen, keine Dinge, sondern Gedanken, Gefühle, Symbole und Archetypen. Letztere sind nichts Abgegrenztes, sondern eine „Wolke von Bedeutung“. Eine große Ähnlichkeit mit dem Feldbegriff der Physik drängt sich auf. Ein Symbol ist nie eindeutig, und auch durch noch so sorgfältige Deutung nicht auszuschöpfen. Das Bild ist wie die lokale Feldstärke, die das klassische Teilchenbild ersetzt hat, und es ist nicht scharf begrenzt, sondern vieldeutig.

„Wir erleben mehr als wir begreifen“ ist ein Buchtitel von Hans-Peter Dürr. „Begreifen“ kann man immer nur eine Oberfläche. In die Tiefe oder nach innen führt nur das Erleben. Dieses erkennt viel mehr, wenn auch nicht exakt und nicht eindeutig, als eine Art „Wissenswolke“, die ins Unanschauliche übergeht. Die Individuation bei C.G. Jung führt vom (bewussten, aber oberflächlichen) Ich über Anima/Animus, Schatten, und verschiedene Archetypen zum (alles umfassenden) Selbst, gleichzeitig Zentrum und Umfang der Psyche. Auch die Psyche ist aber nicht auslotbar, sie mündet im Unbewussten, das nie bewusst wird. Das Selbst ist eine Art Überintelligenz, die den (das Ich des) Menschen weit übersteigt. Dabei handeln die Archetypen, und natürlich auch das Selbst, unabhängig vom Ich quasi wie eigenständige Intelligenzen. Jung nennt das das „absolute subjektlose Wissen, das aus Bildern besteht[1], lebendigen Bildern müsste man fast sagen.

Subjekt- und Objektlosigkeit

In Analogie zu Hans-Peter Dürr („Beziehung, aber nicht Beziehung von etwas, sondern nur Beziehung“) könnte man im Hinblick auf C.G. Jung und das Selbst (und die Archetypen) sagen: Wissen, aber nicht Wissen von jemand (einem Ich) über etwas, sondern nur Wissen. Es müsste eine Sprache geben, die solche Subjekt- und Objektlosigkeit auszudrücken imstande ist.

Dass die Tiefenpsychologie – außer von ein paar Modebegriffen – nicht in ein allgemeines Weltbild eingegangen ist, ist verständlich. Das „allgemeine“ Weltbild ist angelehnt an die Physik, aber an die klassische Physik des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Dass die Physik seit Anfang des 20. Jahrhunderts bereits ganz wo anders ist, wurde noch nicht allgemein registriert. Es ist aber wichtig, dass die Physik, die uns dieses materialistische Weltbild eingebrockt hat, inzwischen ganz andere Wege geht. Sie hat ja im 17. Jahrhundert alles Subjektive aus der Wissenschaft verbannt und die heilige Kuh der Objektivität hervorgezaubert. Daher gehen seither alle Argumente der Psychologie und aller Geisteswissenschaften ins Leere. Nun beginnt aber die Physik selbst, das Subjektive wieder in die Wissenschaft hereinzuholen und zu erkennen, dass man es gar nicht ausschließen kann. Das ist nichts weniger als der Anfang vom Ende der Subjekt-Objekt-Spaltung.

Ich ist Welt und Welt ist Ich

In der Sprache der Quantenphysik ist unser Weltbild eine Teilchensicht, die das Wellenbild ignoriert, verdrängt oder gar nicht sehen kann. Dieses Weltbild müssen wir durch eine Wellensicht ergänzen. Damit wird aus unserem statischen Weltbild ein dynamisches, das nicht mehr in isolierten Objekten und Dingen, sondern in Prozessen denkt und den Kontext immer mit einbezieht. Was wir dann brauchen, ist eine Feldsicht, die Teilchen und Welle, Subjekt und Objekt, zwar immer noch unterscheiden muss, aber nicht mehr trennen kann. Damit fällt die Grenze zwischen Ich und Außenwelt, zwischen Objekt und Umgebung. Die Welt ist nicht „objektiv“, sie ist immer unsere Welt, wir sehen sie so, wie wir sind, sie ist überlagert durch Projektionen von innen. Ich ist Welt und Welt ist Ich.

Wir können nur entweder nach außen (Teilchensicht) oder nach innen schauen (Wellensicht), eine materielle Welt oder die Psyche beschreiben. Das sind Gegensätze, die aber komplementär aufeinander bezogen sind. Um die Wirklichkeit zu beschreiben, brauchen wir beide Sichten. Wir müssen außen und innen, Materie und Psyche unterscheiden, können sie aber nicht mehr trennen.

Dabei kommt uns entgegen, dass unsere Sprache ohnehin keine naturwissenschaftliche, sondern eine psychosomatische ist. So kommt das Wort „Faktum“ (der Inbegriff des „Objektiven“) von facere = machen. Fakten sind also immer gemacht, kommen nur in der Sicht eines Menschen vor, der sieht und projiziert zugleich. So ist das (sonst völlig abstrakte) Objektive immer auch subjektiv, und das Subjektive, das die Psychologie untersucht, durchaus objektiv.

Sprache zwischen Fragment und Ganzem

Eine neue Sprache müsste auch vom Fragmentieren wegkommen. Naturwissenschaft fragmentiert, zerlegt in immer kleinere Teile, die man dann erfassen kann. Das Ganze kommt dabei nicht mehr in den Blick. Daher kann die Naturwissenschaft auch nicht die Natur oder die Wirklichkeit als Ganze beschreiben. Die Natur kommt aber nur als Ganzes vor.

Eine neue Sprache muss sich von der Exaktheit und Eindeutigkeit verabschieden, wäre damit aber näher an der Natur. In der Natur ist nichts eindeutig, nichts exakt, schon weil alles zusammenhängt und nichts isoliert werden kann. Einen Teil zu benennen, heißt ihn zu begreifen, aber nicht zu erkennen oder zu erleben. Ein wichtiges Moment der Quantentheorie ist die Unbestimmtheitsrelation. Wenn wir den Ort eines „Teilchens“ exakt bestimmen, dann ist die Geschwindigkeit unbestimmt und unbestimmbar. Wenn wir exakte Begriffe wollen (und natürlich brauchen wir die), dann ist ihre Beziehung zum Ganzen völlig unbestimmt, dann haben diese Begriffe wenig mit der Natur zu tun. Wollen wir wirklich beschreiben, was ist, dann werden diese Begriffe nicht eindeutig, nicht exakt sein, sondern vieldeutig und vage – und trotzdem mehr über die Natur aussagen können.


[1] 1) Marie-Louise von Franz: „Psyche und Materie“, Daimon Verlag 2003, S 365

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Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Blog von Robert Harsieber welt3bild. Er erscheint hier mit freundlicher Genehmigung des Autors und Blogbetreibers. Überschrift, Einleitung und Hervorhebungen von Axel Stöcker.

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Zum Autor des Artikels: Dr. Robert Harsieber betreibt eine philosophische Praxis in Wien und ist Gründungsmitglied der C. G. Jung Gesellschaft Frankfurt. Er ist außerdem Chefredakteur des Magazins „Ganzheitsmedizin“ und Autor zahlreicher Artikel.

4 Kommentare zu “Warum die Physik die Psyche nicht erklären kann

  1. Alles antriebsdynamisch bedingt und erklärlich. Freud hat das das Wort“ Antriebsdynamik“leider nur einmal und ganz nebensächlich gebraucht!? Das kann ich eben so wenig verstehen, wie die Tatsache, dass Aristoteles nicht festgestellt hat, dass der Mensch auch ein Tier ist!? Ja uns und den Geschäften geht`s noch gut, aber gegen das Leid und für eine gedeihlichere Zukunft, da fehlt uns allen das richtige Wissen und der nötige Mut – weil wir nicht wissen, was ist wirklich richtig und auch sicher gut!

    Gott ist logisch die vorstellbare allmächtig denkbare Vollkommenheit alles Wahren. Diese göttliche Wahrheit ist nur teilweise erkenn- und wissenschaftlich beweisbar. Sie ist für alle Lebewesen so hinreichend erkennbar , dass sich alles Leben an die Natur-Wahrheiten anpassen kann. Wir „Menschen“haben u. a. diese Tatsache mit der Überbevölkerung durch die fehlende Weltfamilienplanung erkenntnisignorant verpasst.

    Die Reichen, diktatorisch und dogmatisch Allmächtigen werden, wie immer, ihre Macht und ihren Reichtum weiter festigen oder vergrößern wollen und es drohen weitere Machtkämpfe und/oder gewalttätige „Verteidigungs-Auseinandersetzungen“. Was können wir Gottes- und Wahrheits-Gläubigen tun und was dürfen wir nicht tun. Feststeht wir werden die Probleme nicht lösen, wenn wir uns in irrsinnigen politischen und religiösen Auseinandersetzungen trennen lassen, denn Gott und die Wahrheit sind, wie Glauben und Wissen, untrennbar miteinander verbunden u. sorgen für ein ruhiges Gewissen. Alles klaro, alles so wie so!?

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  2. Die göttliche Wahrhheit läßt sich nicht durch die Begrenztheit des Denkens erkennen, sondern durch die Aufhebung ihrer.
    Die menschliche Probleme lösen sich nur durch Selbsterkenntnis.
    Wenn das Richtige und Gute nur für einen oder ein Paar Menschen gilt, so ist es sicher das Falsche.

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  3. „Die Welt ist nicht „objektiv“, sie ist immer unsere Welt, wir sehen sie so, wie wir sind, sie ist überlagert durch Projektionen von innen.“ … Und das Subjekt ist eben ebenso „objektiv“ und es lebt im Umgang mit sich und Welt. „Wir sehen sie so wie wir sind“ ist auch noch Statik und erfaßt nicht den Beziehungsaspekt bzw. eben die Beziehungswirklichkeit in der wir wahrnehmen, Aussagen machen und auch Konsequanzen bezüglich unseres Lebensvollzuges treffen. Damit ist auch die geannnte Überlagerung durch Projektionen von innen nicht die ganze „Wahrheit“ bezüglich unserem Aussagen zu Welt und eigenem Lebensvollzug.
    „Wir können nur entweder nach außen (Teilchensicht) oder nach innen schauen (Wellensicht), eine materielle Welt oder die Psyche beschreiben. Das sind Gegensätze, die aber komplementär aufeinander bezogen sind.“ Nein, daß ist zumindest nicht Alles, und der Mensch kann sehr wohl über sein Beziehungsleben ( zu sich und Welt ) sprechen, Vieles darüber aussagen, über Geschehnisse hier sprechen und dies gewiss auch in derzeitiger Sprache / Sprachmöglichkeit und Sprachfähigkeit, wobei es dabei sicher auch zu neuen Kreationen / Sprachschöpfungen kommt, und auch aufzeigbar schon kam / immer wieder kommt.
    Auch die angesprochene Vieldeutigkeit der angesagten neuen Sprache entspricht eben nicht in Allem dem neuen / anders sprechen, denn die Erfahrungen und Erkenntnisse über die etwas gesagt und über / von denen gesprochen werden kann werden eben einfach von jemanden gemacht, heisst sie geschehen, geschehen in Beziehung und eben nicht aus dem Tun / Machen und so ist eben nicht alles Deuten und so mitunter vieldeutig. Es ist eben auch nicht alles symbolisch oder symbolisch aussagbar und Begriffe sind bezüglich neuem Sprechen / neuer Sprache eben oft unadäquat, da Leben eben nicht begriffen / angefaßt wird sondern erfahren im Vollzug und wie gut gesagt eben stets in Beziehung, was auch nichts mit Greifen zu tun hat. Doch bleibt freilich auch da begriffliche nicht ganz aussen vor oder würde verschwinden, siehe die überkommenen Termini transzendent und immanent, die zudem meist dual bzw. dualistisch gesehen / gedeutet / „verstanden“ werden. Doch bezüglich der festgestellten Beziehungswirklichkeit läßt sich durchaus adäquat und eben anders von inhärent sprechen und die angebliche Gegensätzlichkeit in Allem bleibt eben adäquat dem wirklichen Erfahren und Erkennen endlich mal ‚draussen‘ und das Sprechen von Leben / Lebenserfahren und Lebensvollzug driftet nicht andauernd ab in statische ‚Erhellungen‘ und UNterstellungen und verbleibt auch nicht in der so oft und gern angeführten bzw. eben postulierten Dynamik allein.
    Und jedenfalls ist Beziehungserleben aussagbar und keineswegs in jedem Falle Deutung und/ oder (selbst)gemachte Faktizität und ebensowenig andauernd und stets nur vieldeutig …
    s. mein ‚Parade’beispiel Wahrtraum … konkret das Erkennen angesichts der / in der Beziehungswirklichkeit und dabei des Beziehungsgeschehens Traum / Traumstorie: „die Frau stirbt gerade“ und dies entsprach der Wirklichkeit, einen Tag später war sie gestorben … dies ist durchaus auch ‚objektiv‘ zu nennen und genauso ist diesbezüglich sehr wohl von Fakt zu sprechen, wobei eben nichts dabei gemacht ist im Sinne des angesprochen facere .. übrigens gibt es das Wort Fakt im Standardwerk der Germanisten also in Grimms Wörterbuch noch garnicht, was sehr anmerkenswert ist … )

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  4. Das Denken ist begrentzt, weil es an der individuelle Subjektivität gebunden ist- und darum all das, was sie zu erkennen scheint, ist nur pur sbjektiv. Das subjektive Denken ist nur ein Punkt, der alles um sich herum nur als ein Meer von Punkte sieht. Und eben dies ist die existentielle Verformung, die auf eingeengter und verformter Sicht, als auch auf unwahrer Wahrnehmung basiert.

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