Maschine Mensch

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Zitat 1 im Dezember – Karl R. Popper

Der Mensch ist eine Maschine, ein Bio-Roboter. Das ist trivial. Wer im Biologieunterricht ein wenig aufgepasst oder schon Mal einen Gesundheitsratgeber gelesen hat, weiß das.

Nicht trivial ist dagegen die Frage, ob sich der Mensch auf seine Maschinenhaftigkeit reduzieren lässt. Also: Ist er nichts anders als ein Bio-Roboter oder ist er unter anderem auch ein Bio-Roboter?

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Die gescheiterte Kränkung – Warum die Neurowissenschaften unser Menschenbild, allen Unkenrufen zum Trotz, kaum verändert haben

„Der Mensch ist nicht Herr im eigenen Haus!“ – „Kränker“ Sigmung Freud
(Bild: pixabay.com)

Angenommen, das Universum wäre eine Party und die Menschheit gehörte zu den geladenen Gästen. Wo hielte sich dieser Gast auf?  Im Mittelpunkt des festlichen Geschehens oder eher zwischen Ausgang und Klotür? Nun, bekanntlich wähnte sich der Homo Sapiens lange Zeit im Zentrum der angesagtesten Tanzfläche wo die Götter die Musik auflegten, er aber selbst weitgehend das Abendprogramm bestimmen konnte. Es schien auch gute Gründe für diese Ansicht zu geben, bis ihm ein paar Spaßbremsen namens Kopernikus, Darwin und Freud die Partylaune gründlich vergällten.

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Rasterfahndung per Kernspintomograph?

Ein Interview mit dem Autor Dr. Murat Karul über die neurophysiologischen Grundlagen des freien Willens

Willensfreiheit_Cover_1Wer sich mit der Frage des freien Willens aus naturwissenschaftlicher Sicht befasst, stößt unweigerlich auf den Namen Benjamin Libet. Der US-amerikanische Physiologe führte Anfang der 1980er Jahre ein Experiment durch, das den freien Willen als Illusion entlarvt – so zumindest die Meinung zahlreicher Kommentatoren aus Wissenschaft und Medien (siehe z. B. hier und hier). Nun sind inzwischen ein paar Jährchen vergangen und die Forschung ist mit Nichten stehen geblieben. Seither und auch schon davor wurden weitere Experimente durchgeführt, die ein komplexes Bild des – vermeintlich oder tatsächlich – freien Willens zeichnen. Die wenigsten dieser Experimente werden jedoch berücksichtigt, wenn zum Beispiel öffentlichkeitswirksam Konsequenzen für das Strafrecht aufgrund neurobiologischer Erkenntnisse zum freien Willen gefordert werden. Das neue Buch von Dr. Murat Karul könnte hier Abhilfe schaffen. Rasterfahndung per Kernspintomograph? weiterlesen

Was der freie Wille und das Schnabeltier gemeinsam haben

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Das Zitat im Januar – Wolfgang Prinz (Foto: Screenshot Video Uni Düsseldorf)

Die Frage, ob der Mensch einen freien Willen hat, beschäftigt die Philosophen schon lange. In neuerer Zeit melden sich dazu auch einige Neurowissenschaftler zu Wort, die glauben, das Thema endgültig ad acta legen zu können. Zu Recht?

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Willensretter wider Willen? (2) – Warum wir, wissenschaftlich gesehen, frei sind

 

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Testperson mit EEG-Kappe (Quelle: Reuters)

Der Hirnforscher John-Dylan Haynes führte 2015 ein spektakuläres Experiment zur Willensfreiheit durch. Lesen Sie in diesem zweiten Teil, warum er seinem eigenen Ergebnis nicht traut, wie wissenschaftliche Ergebnisse aus den 80ern ignoriert werden und warum wir, allen Unkenrufen zum Trotz, frei sind.

Im ersten Teil dieses Beitrags habe ich die beiden Experimente von Libet und Haynes aus den Jahren 1979 und 2015 vorgestellt. Man kann sie folgendermaßen zusammenfassen: Willensretter wider Willen? (2) – Warum wir, wissenschaftlich gesehen, frei sind weiterlesen

Das Zitat im März

Zur Debatte gestellt

 

ngd„Bald kommt der Moment, in dem beim Denken nur seine Funktionsweise fasziniert.“

Nicolás Gómez Dávila (1913 –1994)

 

Der kolumbianische Philosoph Nicolás Gómez Dávila hat in Deutschland seit den 90er Jahren eine wachsende Fangemeinde, die ihn fast ebenso verehrt, wie ihn seine Kritiker vehement ablehnen. Dávila polarisiert. Kein Wunder bei jemandem, der sich selbst als Reaktionär bezeichnete. Das Zitat im März weiterlesen

Willensretter wider Willen? (1) – Libets Werk und Haynes’ Beitrag

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Testperson mit EEG-Kappe     Quelle: Reuters

Vor 37 Jahren führte der US-amerikanische Hirnforscher Benjamin Libet ein inzwischen legendäres Experiment durch. Viele sind der Meinung, es zeige, dass der freie Wille nur eine Illusion sei. Nun wollte sein Kollege John-Dylan Haynes mit einem neuen Experiment letzte Zweifel ausräumen. Es sollte die Grabrede für die Willensfreiheit werden. Doch die Beisetzung wurde abgesagt.

Wenn Naturwissenschaftler ein Experiment planen, tun sie das in der Regel nicht unvoreingenommen, denn meistens wollen sie damit eine Theorie bestätigen. Diese Voreingenommenheit ist jedoch kein Problem, da ein Experiment nur dann als Bestätigung gelten kann, wenn es auch die Möglichkeit enthält, dass die Theorie damit widerlegt wird (das ist der Kern von Poppers Kriterium der Falsifizierbarkeit).

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Was uns Astrophysiker über das Bewusstsein verraten

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Werden sie heutzutage überhaupt noch gestellt, die großen Fragen? Der letzte „Spiegel“ des vergangenen Jahres legt die Antwort nahe: Ja! „Vom Himmel hoch – Ist Gott ein Irrtum? Und der Mensch nur ein Zufall?“, ist dort auf dem Titelblatt zu lesen. Wenn das mal keine großen Fragen sind! Auch heute noch werden die Menschen immer wieder auf sie zurückgeworfen, sonst würde der um Auflage kämpfende Spiegel sie kaum als Aufmacher nutzen.

Ein Streitgespräch zwischen dem Astrophysiker Ben Moore, der z. Z. an der Universität Zürich den früheren Lehrstuhl von Albert Einstein innehat, und dem habilitierten Theologen Johann Hinrich Claussen, Autor zahlreicher Bücher, sollte Erhellendes dazu beitragen.
Nun wird niemand von der Lektüre des Spiegels ernsthaft eine Beantwortung dieser Fragen erwarten. Aber vielleicht ein vertieftes Verständnis derselben?
Wenn der Mensch ein zufälliges Zusammentreffen von Molekülen ist, dann sind auch seine Empfindungen nur zufällig Produkte des biologischen Apparates Mensch. So ähnlich äußert sich zumindest der Astrophysiker Moore in seinen Büchern – ungeachtet der Tatsache, dass derlei Fragen nicht in sein Fachgebiet fallen.

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