Der Endzeitexperte – Matthias Kaup, Historiker und Philologe

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Endzeitexperte Matthias Kaup

Irgendwann geht alles zu Ende! Was den Planeten Erde angeht, herrscht in diesem Punkt Einigkeit in der Naturwissenschaft: In rund sechs Milliarden Jahren wird sich die Sonne zu einem roten Riesen aufblähen und unseren Planeten verschlucken. Falls es der Menschheit also nicht schon früher gelingt, ihrem eigenen Treiben ein Ende zu setzen, ist es spätestens dann vorbei.

Wenn man so will, hat also auch die Naturwissenschaft ihre Lehre von den letzten Dingen, ihre Eschatologie – nicht sehr inspirierend und hoffnungsgebend, aber dafür liegt das Ende noch sehr weit in der Zukunft. Im Gegensatz dazu ist die klassische Eschatologie des

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Ein Jahr BdgF: Size Matters

OLYMPUS DIGITAL CAMERAKennen Sie das, wenn die Ereignisse sich überschlagen? So wie zur Zeit die großen Jubiläen: Im Januar der 75. von Stephen Hawking und nun, fast auf den Tag genau einen Monat später, 1 Jahr Blog der großen Frage (BdgF). Zufall? Vielleicht! In der Astrologie kennt man Sternenkonstellation, die derlei Häufungen anzeigen. Im vorliegenden Fall wäre das meines Wissen eine Venus-Jupiter-Kopulation im 6. Haus – oder so etwas ähnliches. Ein Jahr BdgF: Size Matters weiterlesen

Hawking und die größte aller Fragen

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Das Zitat im Februar – Stephen Hawking (Foto: screenshot youtube)

Alles Gute nachträglich, Stephen Hawking, zu Ihrem 75. Geburtstag! Vorstellen muss ich jemanden wie Sie, den es sogar schon als Legofigur gibt, nicht mehr. Und eigentlich wurde zu Ihrem vollendeten Dreivierteljahrhundert schon alles geschrieben, was es über den berühmtesten noch lebenden Wissenschaftler zu sagen gibt – zum Beispiel von dem Wissenschaftsjournalisten Rüdiger Vaas, der Sie schon mehrmals persönlich interviewen durfte. Deshalb hier nur ein paar Zeilen, die speziell diesen Blog und meine Wenigkeit betreffen.

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Was der freie Wille und das Schnabeltier gemeinsam haben

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Das Zitat im Januar – Wolfgang Prinz (Foto: Screenshot Video Uni Düsseldorf)

Die Frage, ob der Mensch einen freien Willen hat, beschäftigt die Philosophen schon lange. In neuerer Zeit melden sich dazu auch einige Neurowissenschaftler zu Wort, die glauben, das Thema endgültig ad acta legen zu können. Zu Recht?

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Jenseits der Schönheit

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Das Zitat im Dezember – Michael Klonovsky (Foto: Screenshot Youtube)

Advent – eigentlich eine Zeit der Besinnlichkeit, in der sich Christen auf die Ankunft (lateinisch adventus) des Herrn vorbereiten. Es geht um nichts Geringeres als die Inkarnation des Transzendenten in der materiellen Welt – wahrlich eine Zeit also, um sich Gedanken zu den großen Fragen zu machen. Leider sind die Begleitumstände dafür heutzutage meist alles andere als ideal und statt Kontemplation herrscht allzu oft Hektik. Und doch versucht selbst der Spiegel sich die vorhandene Restbesinnlichkeit zu Nutze zu machen und titelt zur Jahreswende schon mal: „Ist Gott ein Irrtum?“. Eine Frage, deren unreflektierte Bejahung zu anderen Zeiten des Jahres beim Hamburger Leitmedium eher als Merkmal für kritischen Journalismus zu gelten scheint – aber das kennt man inzwischen ja auch von anderen Themen.

Natürlich ist das bei uns ganz anders, denn die großen Fragen sind ja oft diejenigen, die das vermeintlich Selbstverständliche in Zweifel ziehen. So weit, so gut. Aber nun: Kirchen „beschämen“ uns? Und das auf einem Blog, der die großen Fragen primär aus naturwissenschaftlicher Sicht behandelt? Geht das nicht etwas zu weit – Adventszeit hin, Besinnlichkeit her?

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Wie hältst du’s mit der Mathematik?

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Das Zitat im November – Werner Heisenberg (Foto: Screenshot Youtube)

Werner Heisenberg gilt als einer der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts. War Niels Bohr der Guru der Quantenmechanik, so waren Heisenberg und Wolfgang Pauli die jungen Wilden dieses Fachs. Kühn oder, wie sein Doktorvater Arnold Sommerfeld oft meinte: leichtsinnig setzte sich der Professorensohn über traditionelle Sichtweisen hinweg, wenn es darum ging Erklärungen zu finden. So entwickelte er zum Beispiel eine Formel für die Darstellung von Atomspektren, indem er halbzahlige Werte für die Spinquantenzahl verwendete – eine Annahme, die physikalisch eigentlich gar keinen Sinn ergab.
Als er im Juni 1924 auf Helgoland einen Heuschnupfen auskurierte, erarbeitete er die erste mathematische Formulierung der Quantenmechanik; eine Sternstunde der theoretischen Physik. Wie sich erst danach herausstellte hatte Heisenberg dabei intuitiv die Regeln der Matrizenrechnung verwendet, eines neuen, bis dahin rein theoretischen und kaum beachteten Seitenzweiges der Mathematik. Drei Jahre später entwickelte Heisenberg seine berühmte Unschärferelation, 1932 erhielt er den Nobelpreis für Physik.

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Locker bleiben – „locker room talk“ und andere Peinlichkeiten

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Beinah-Präsidentschaftskandidatin Margot Käßmann und US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump

Große Frage: Was wäre peinlicher? Donald Trump als nächster US-Präsident oder Margot Käßmann als nächste Bundespräsidentin?

Gleich vorweg: wir werden die Frage hier nicht beantworten können. Zwar versuchen wir auf diesem Blog Sinnvolles über Fragen zur Willensfreiheit des Menschen oder zur Krise der Physik abzulassen, aber Politik ist dann doch eine Nummer zu groß für uns. Zu kontradiktorisch verlaufen hier die Argumentationslinien. Wir können also lediglich ein paar Postfakten zum Thema beisteuern.

Zunächst also Käßmann (die zwar inzwischen abgesagt hat, aber anscheinend die Geheimfavoritin eines gewissen Sigmar Gabriel war): Politisch zwar unbeschlagen, aber trotzdem mit klarem Blick für das politisch Machbare gesegnet (kommt wohl nicht von ungefähr) fiel sie schon vor Jahren durch konstruktive Vorschläge in der Afghanistankrise auf: Man solle „besser mit den Taliban beten, als sie bombardieren“. Vielleicht hatte aber auch Matthias Mathussek recht, der schrieb, die Bischöfin habe damit gegen die moderne Auslegung des 8. Gebots verstoßen, die da laute: „Du sollst keinen scheinheiligen Stuss erzählen“. Ob sie dieses Manko durch ihre Trinkfestigkeit ausgleichen kann? Zwar hätte sie als Bundespräsidentin ohnehin einen Chauffeur, aber 1,54 Promille am Steuer ist schon respektabel! Eigentlich ein typisches Männervergehen. Womit wir bei Trump und den Männern wären.

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Skeptiker mit Hang zur Romantik

Axel Stöcker, Blogger

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Moped proudly presents RhabarberkuchenAbsurdität meets Reaktion (?), naja, auf jeden Fall gilt es festzuhalten, dass unsere philosophischen Plaudereien, jährlich im Mittsommer, in einem Ilbesheimer Garten unter dem nächtlichen Sternenhimmel, stets zu den Sternstunden eines jeden Jahres zählen.
Weshalb es mir ein Besonderes ist, an dieser Stelle den Macher des Blogs der Großen Fragen, Señor Axel Stöcker und seine Sicht der Dinge zu präsentieren. Pues entonces, empecemos…

Wofür lassen Sie alles stehen und liegen?

Für ein Stück Rhabarberkuchen mit frischer Schlagsahne

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Auf der Suche nach anderen Welten

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Wanderer am Weltenrand – Holzstich, erstmals 1888 veröffentlicht von dem französichen Astronomen Camille Flammarion (1842-1925)

Über die Existenz anderer Welten spekuliert der Mensch seit es ihn gibt, ob in Mythologie oder Religion, im Märchen oder Roman. Neuerdings hat auch die moderne Physik fremde Welten für sich entdeckt – in den sogenannten Paralleluniversen. Wie ernst sollte man solche Ideen nehmen, seien sie nun physikalisch oder mythologisch? Ein erster Versuch der Orientierung. Auf der Suche nach anderen Welten weiterlesen

Erkenntnis auf dem Motorrad

Thomas Poth, Blogger

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Inhalte werden durch Personen transportiert. Das ist eigentlich trivial und liegt schon in der Semantik des Wortes „Person“ begründet: Das lateinische per-sonare gilt vielen Ethymologen als dessen Wurzel und bedeutet durchklingen. Durch eine Person klingt also etwas hindurch, die Person wird so zum Resonanzraum und dieses „etwas“, der Inhalt, wird durch sie erst hörbar, wahrnehmbar. Und wie bei der physikalischen Resonanz werden auch hier nicht alle Personen durch denselben Inhalt zum Klingen gebracht, sondern jede Person hat ihre spezifische „Wellenlänge“.

Doch natürlich – und hier endet die Analogie – ist eine Person mehr als ein passiver Resonanzboden, denn sie wirkt aktiv auf den Inhalt zurück, gibt ihm eine spezifische – persönliche – Form. Der Inhalt und das Transportmedium Person lassen sich oft nicht hundertprozentig trennen.

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